Luke Bedford: Through his Teeth

VERÖFFENTLICHT:
27. Oktober 2019

bastille musique präsentiert seine siebte Veröffentlichung »Luke Bedford: Through his Teeth« in einer faszinierenden SWR-Studioaufnahme der Opera Factory Freiburg mit der Holst-Sinfonietta und Klaus Simon (Dirigent). Neben der CD mit der Ersteinspielung von Bedfords Kammeroper von 2014, die er gemeinsam mit dem Librettisten David Harrower nach einer wahren Begebenheit entwickelte, enthält das hochwertige Set auch ein 64-seitiges, zweisprachiges Booklet (EN, DE) und drei Foto-Leporellos mit Bildern von Luke Bedford sowie den Interpreten bei einer szenischen Aufführung und den Aufnahmen im Studio.

    
InhaltLuke Bedford (1978)
Through his Teeth (2013-14)
Chamber opera for three singers and eight players
Libretto: David Harrower 
 
SolistenSiri Karoline Thornhill Sopran
Sirin Kilic Mezzosporan
Georg Gädker Bariton
EnsembleHolst-Sinfonietta
Musikalische LeitungKlaus Simon

ProduktionAufgenommen von SWR, 2017
Roland Kistner Tonmeister
Reinhard Ermen
Sebastian Solte
Bernhard Vischer-Bonnard
Labelbastille musique

 
Rezensionen

»Unwiderstehlich – Luke Bedfords brillanter Kammeropern-Krimi [...] Klaus Simon hat Through his Teeth im Oktober 2016 mit der Holst-Sinfonietta und den Solisten Siri Karoline Thornhill (Sopran), Sirin Kilic (Mezzo) und Georg Gädker (Bariton) erstmals nach Deutschland geholt und ist nach einigen Aufführungen der Opera Factory Freiburg ins Studio gegangen. [...] Ein in jedem Takt suggestiver, spannender Opernkrimi. Und eine weitere Pioniertat des findigen Berliner Kunstmusik-Labels bastille musique.« (Albrecht Thiemann)
 
Badische Zeitung»Siri Karoline Thornhill ist mit mädchenhaft-klarem Sopran eine naive Gilda in Zeiten von WhatsApp und Marketing. Mit samtenem Bariton gibt Georg Gädker den Verführer. Besonders in den Zwischenspielen wird ein Oktett der Holst-Sinfonietta zum Sezierbesteck, das den Bewusstseinsstrom freilegt. Farbige, expressive Klänge.« (Christine Adam)
 

Concerti

 

»Musikalisch arbeitet Bedford mit Sprechgesang und expressiven Gesangsausbrüchen, begleitet von einem pointiert eingesetzten, atmosphärisch beredten Kammerensemble. Die Opera Factory Freiburg und die Holst-Sinfonietta, geleitet von Klaus Simon, bringen das Ganze zum Glühen, indem sie die von Bedford fein gearbeiteten, markant abgemischten Strukturen präzise, punktgenau und atmosphärisch umsetzen. In keiner Sekunde fällt die Spannkraft ab. Faszinierende Ersteinspielung eines bemerkenswerten Werks.« (Eckhard Weber)
 

Neue Zeitschrift für Musik

 

»Neue Musik kann, darf und sollte ein Geschenk an die HörerInnen sein. Für Luke Bedfords Kammeroper Through his Teeth gilt dies in besonderem Maße, denn die Durchdringung von Sensibilität und Schärfe, von subtiler Spannung und punktuell auflodernder Expressivität zieht vom ersten Moment an in den Bann. [...] Hervorragend sind auch die künstlerischen Leistungen: die der drei SolistInnen ebenso wie die des knapp besetzten Instrumentalensembles unter Leitung von Klaus Simon.« (Egbert Hiller)

Die Deutsche Bühne»Bedford hat für jede Szene eine eigene Farbe, führt die Gesangsstimmen sprachnah rezitativisch und hält das Geschehen in einem suggestiven Staccato-Fluss. Das Drama lebt aus dem musikalischen Spannungsverhältnis von Durchhörbarkeit und Dynamik, das die Aufnahme fantastisch abbildet. Hieran haben die drei Solisten und die acht Musiker der Holst-Sinfonietta naturgemäß großen Anteil. So hält Sebastian Solte auch mit der siebten CD seines Labels bastille musique höchstes Niveau.« (Andreas Falentin)
 
L'Avant-Scène Opéra»Sa brièveté ne nuit pas à cet opéra de chambre, rythmé par la structure du livret conjuguée à une virtuosité compositionnelle qui confirme le talent de Luke Bedford dans le genre lyrique. On découvrira en outre un objet discographique original, dans un coffret de carton faussement brut et très élégamment agencé à l’intérieur, par lequel se distingue le jeune label bastille musique.« (Pierre Rigaudière)
 
Der Sonntag»Siri Karoline Thornhill beglückt mit ihrem kristallinen, perfekt geführten Sopran, der den lyrischen Grundton der Oper prägt. Sirin Kilic (Mezzosopran) bringt als Interviewerin und Schwester der Geschädigten eine dunklere Note ins Geschehen. Der Freiburger Georg Gädker (Bariton) singt die Rolle des dubiosen Hochstaplers mit großer emotionaler Bandbreite und makelloser Fassade. Die Holst-Sinfonietta schafft mit wenigen Tönen Spannung und kombiniert subtile Farbmischungen mit sprechenden instrumentalen Figuren. Und wenn eine Situation einmal eskaliert wie in der 13. Szene, wird das Kammerorchester zu einem Brandbeschleuniger.« (Georg Rudiger)
 
Pizzicato Magazine»Auch wenn Bedford sich mitunter der Vierteltontechnik als Farbtupfer bedient, so bleibt seine Musik doch noch im tonalen Umfeld und sondiert nur spezielle Spektren oder Schichtungen. Seine Musik leuchtet, ist vielgestaltig und facettenreich. Es handelt sich in mehrfacher Sicht um ein Spiel mit der Wahrheit, das in dieser Oper betrieben wird. […] Denn vielleicht ist die Geschichte zu furchtbar, um wahrheitsgemäß erzählt zu werden.« (Uwe Krusch)

Newsletter