Steve Reich: Eight Lines, City Life & Other Works

VERÖFFENTLICHT:
4. Dezember 2020

Steve Reich gilt (neben Philip Glass) als wichtigster Vertreter der Minimal Music, eine der bedeutendsten musikalischen Stilrichtungen des späten 20. Jahrhunderts. Diese CD bietet einen exemplarischen Querschnitt durch Reichs Werk, von experimentellen Anfängen bis zu reifen Werken. Einer der ersten Höhepunkte aus Reichs permanenter kreativer Entwicklung ist die „Music for Two or More Pianos“, in der Einflüsse von Morton Feldman und Bill Evans zu hören sind. Die rhythmische „Eight Lines“ entstand in der eigentlichen Blütezeit der Minimal Music, Ende der 1970er Jahre als die Werke von Glass, Reich und anderen breitenwirksam die Popkultur beeinflussten. Sowohl „Vermont“ als auch „New York Counterpoint“ erkunden ein Geflecht aus Phasenmustern, die von mehrspurigen Instrumenten erzeugt werden. „City Life“ ist ein dramatischer Zusammenschnitt aus Eindrücken von New York, der gesampelte Sprach- und Straßengeräusche lebendig zu einem Werk mit symphonischer Tiefe und Ausdruckskraft verwebt.

    
InhaltSteve Reich (1936)
Eight Lines / City Life and other works
 
EnsembleHolst-Sinfonietta
Musikalische LeitungKlaus Simon
ProduktionAufgenommen in Freiburg 2006-2010
Felix Dreher: Tonmeister
Cornelius Bauer: Booklet-Texte
LabelNaxos
HörbeispieleMusic for Two Pianos
Eight Lines
City Life
New York Counterpoint
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Rezensionen

»Steve Reich mag einer der besten und phantasievollsten Minimalisten sein, seine Musik kommt erst mit Interpreten zur Geltung, die seine Phantasie auch phantasievoll umsetzen und seine Musik bereichern. Ist das nicht der Fall, kann sie schnell langweilig werden. Die um Klaus Simon vereinigten Musiker der Holst-Sinfonietta haben ein gutes Gespür für Reichs Kompositionen. Sie verbinden eine fiebrige dynamische Intensität mit entspanntem Musizieren, sorgen so für Abwechslung und Stimmungen. Großzügige Farbtupfer, perfekte instrumentale Beherrschung sowie hin und wieder in Augenzwinkern lassen die rein minimalistischen Stücke Music for Two Pianos, Eight Lines, Vermont Counterpoint und New York Counterpoint spannend werden. City Life von 1995 ist eine ganz andere Art Musik und entsprang, wie der Komponist sagte, dem Wunsch, Alltagsklänge in die Musik einzubringen. In City Life sind nicht nur gesprochene Satzfetzen, sondern auch Autohupen, Türschlagen, Druckluftbremsen, U-Bahn-Gong, Pfahlramme, Autoalarm, Herzschläge, Bootshupen, Bojen, Feuerwehr- und Polizeisirenen zu hören, einiges aufgenommen, anderes mit Instrumenten imitiert. Mit dieser Ausgangsidee und wenigen weiteren musikalischen Ideen fordert Reich vom Ensemble viel Kreativität. Und über die verfügt die Holst-Sinfonietta zweifellos in einer rhythmisch kraftvollen und klanglich ungemein reichen Darbietung, vom nebligen Beginn bis zum rauchverhangenen Ausklingen.»

«Steve Reich may be one of the best and most imaginative minimalists, but his music only comes to fruition with performers who are similarly imaginative. If this is not the case, the music can easily become boring. The musicians of the Holst-Sinfonietta united around Klaus Simon have a good feeling for Reich’s compositions. They combine a feverish dynamic intensity with relaxed music-making, thus providing variety and moods. Generous splashes of colour, perfect instrumental mastery and now and then a twinkle in the eye make the purely minimalist pieces Music for Two Pianos, Eight Lines, Vermont Counterpoint and New York Counterpoint exciting.
City Life from 1995 is a completely different kind of music and, as the composer said, arose from the desire to bring everyday sounds into the music. In City Life, not only spoken sentence fragments can be heard, but also car horns, door slamming, air brakes, subway chimes, pile driver, car alarms, heartbeats, boat horns, buoys, fire and police sirens, some recorded, some imitated with instruments. With this initial idea and a few other musical ideas Reich demands a lot of creativity from the ensemble. And the Holst-Sinfonietta undoubtedly has it in a rhythmically powerful and rich performance, from the misty beginning to the smoke-covered end.« (Remy Franck )

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